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Dar-si-Said-Museum

Dieser Palast aus dem 19. Jahrhundert ehrt die feine marokkanische Holzverarbeitung. Im Vordergrund: dekorative und religiöse Kunst aus Südmarokko.

Die spanisch-maurische Pracht des Palasts fällt zuerst ins Auge. Sie kontrastiert mit den einfachen weißen Wänden: man könnte glauben, man wäre in einer Galerie für moderne Kunst! Die Ausstellungstücke ziehen vorbei, Saal um Saal: Türen, Tür- und Fensterstürze, Pfeiler, Schlösser, Geländer und Brüstungen und die berühmten Moucharabiehs (verzierte Holzgitter für die Fenster). Holz wurde geschnitzt, ausgesägt und bemalt. Die Formen waren geometrisch, es gab Formen von Blumen, Arabesken und Kalligraphien. Holz wurde auch für Nutzobjekte wie Ölpressen, Musikinstrumente und Fantasia-Gewehre benutzt. In den marokkanischen Tischler- und Schreinerprodukten drückt sich dieselbe Geschicklichkeit und Kreativität aus wie in der traditionellen Stickerei und den gehämmerten Kupfertabletts.  Das nenne ich Kultur!

Gérard, 56 Jahre, französischer Holzschnitzer und Schnitzmeister